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Le zeppole di San Giuseppe e la magia del legame familiare

Die Zeppole di San Giuseppe und die Magie des familiären Zusammenhalts

Am 19. März wird der Vatertag gefeiert, zeitgleich mit dem Fest des Heiligen Joseph, einer tief verehrten Figur, insbesondere im südlichen Italien. In diesen Regionen werden noch heute alte Volkstraditionen gepflegt, die einen starken symbolischen Wert bewahren. Am Abend des 19. März erwachen die Dorfplätze mit eindrucksvollen Feuern, bekannt als „Fuoco di San Giuseppe“ (Josephsfeuer), die von traditionellen Liedern und Tänzen begleitet werden. Während der Feierlichkeiten ist es Brauch, die köstlichen Zeppole di San Giuseppe zu genießen.

 

Ein Gebäck mit alten Wurzeln

Einer alten christlichen Legende zufolge stammen die Zeppole von den Krapfen ab, die der Heilige Joseph auf der Flucht nach Ägypten auf der Straße braten und verkaufen musste, um die Heilige Familie wirtschaftlich zu unterstützen. Aus Verehrung für den Heiligen verbreitete sich in Neapel die Tradition der Zeppolari di strada, fahrenden Händler, die mit ihren großen Pfannen voller kochendem Öl die Kunden mit ihrem ständigen und fröhlichen Rufen anlockten.

Die erste schriftliche Dokumentation des Rezepts für Zeppole di San Giuseppe findet sich im Trattato di Cucina Teorico-Pratico des neapolitanischen Gastronomen Ippolito Cavalcanti. Der vollständig in neapolitanischem Dialekt verfasste Text lautet sinngemäß:

„Du wirst so viele Tortanelli wie Zeppole machen und sie entweder in Öl oder in Schmalz braten, was besser ist, achte darauf, dass die Pfanne nicht anbrennt; dann mit einem spitzen Stock in sie stechen, damit sie aufgehen und innen leer werden; sie auf dem Teller mit Zucker und Honig anrichten. Um sie zarter zu machen, den Teig einen Tag vorher zubereiten.“

Seitdem hat das Rezept verschiedene Variationen erfahren, bis zur heutigen Version, die sich je nach regionalen kulinarischen Traditionen unterscheidet. Die traditionelle Zeppola di San Giuseppe ist ein Krapfen aus Brandteig (Bignè), frittiert und mit Vanillecreme gefüllt, dekoriert mit einer eingekochten Amarenakirsche und Puderzucker bestäubt.

Einige Varianten sehen einen Teig mit Reismehl oder die Zugabe von gekochten Kartoffeln vor, um weichere Krapfen zu erhalten, die mit Kristallzucker und Zimtpulver dekoriert sind. Außerdem kann die klassische Füllung aus Vanillecreme durch Schokolade oder eine Creme auf Ricotta-, Zimt- und Zitronenbasis ersetzt werden. In einigen Gebieten findet man anstelle der Amarenakirsche eine süße Orangenblütenhonig-Glasur.

 

Von den Lupercalien zum Kult des Heiligen Joseph

Die Ursprünge dieses Festes und der damit verbundenen Traditionen reichen weit in die Vergangenheit zurück. Im antiken Rom wurden die Lupercalien (lateinisch Lupercalia) gefeiert, ein Fest, das dem Gott Faunus gewidmet war, der als Lupercus verehrt wurde, dem Beschützer von Schafen und Ziegen vor Wölfen. Diese Feier markierte den Übergang vom Winter zum Frühling und war ein Fruchtbarkeitsritus für das Land.

Einer anderen Interpretation zufolge, die vom Historiker Dionysius von Halikarnassos vorgeschlagen wurde, erinnerten die Lupercalien an die legendäre Stillung von Romulus und Remus durch die Wölfin. Das Fest hob somit die Figur des Pater Familias hervor, des Beschützers der Familie und der Gemeinschaft, und symbolisierte dessen Fruchtbarkeit und die Kontinuität der Nachkommenschaft.

Anlässlich dieser Feierlichkeiten versammelten sich die Gemeinden, um mit Honig überzogene Krapfen zu teilen, die in kochendem Schmalz gebraten und mit Wein und Ambrosia serviert wurden, Vorläufer der heutigen Zeppole di San Giuseppe. Die Lupercalien umfassten auch Rituale, die mit dem Feuer verbunden waren, als Symbol für das Ende des Winters und die Hoffnung auf einen fruchtbaren Frühling.

Mit dem Aufkommen des Christentums wurde dieses heidnische Fest religiös neu interpretiert, wobei das Prinzip, die Vaterfigur zu ehren, beibehalten wurde. So verbreitete sich der Kult des Heiligen Joseph, der von den Gläubigen als vorbildliches Modell spiritueller Vaterschaft angesehen wurde. Seine Verehrung wuchs im Mittelalter durch das Wirken religiöser Orden wie der Franziskaner und Dominikaner, die den Kult in ganz Europa verbreiteten. Im Jahr 1621 erklärte Papst Gregor XV. den 19. März offiziell zum Tag des Heiligen Joseph und machte ihn zu einem obligatorischen Feiertag für die katholische Welt.

Mit der Zeit erhielt die Feier nicht nur eine religiöse, sondern auch eine familiäre und weltliche Bedeutung und entwickelte sich zu einer Gelegenheit, die Vaterfigur im weiteren Sinne zu ehren.

 

Die Nacht der Feuer in Corleto Perticara

 Das Fest des Heiligen Joseph ist ein besonders gefeiertes Ereignis in der Basilikata, wo Tradition und Volksbegeisterung eng miteinander verbunden sind. Die Plätze füllen sich mit Leben, beleuchtet von großen Feuern, die den Abend in eine festliche, stimmungsvolle und mitreißende Atmosphäre tauchen.

Als Bewahrer alter Bräuche und tief mit dem Kult des Heiligen Joseph verbunden, erneuert das lukanische Dorf Corleto Perticara jedes Jahr diese Feier mit großer Beteiligung. Am Abend des 19. März wird der historische Plebiscito-Platz mit tanzenden Flammen und intensiven Emotionen für die zehnte Ausgabe von „La Notte del Falò“ (Die Nacht der Feuer), einer von der Pro Loco Corletana organisierten Veranstaltung, erleuchtet.

Nach der feierlichen Segnung des Feuers wird der Abend mit der spektakulären Fakir-Show des Circo Crusco belebt, einer atemberaubenden Darbietung, die das Publikum in Atem halten wird. Die The Sauro’s & Sasà Band wird mit ihrer Volksmusik die Atmosphäre noch lebendiger gestalten und den Platz in eine große, animierte und mitreißende Tanzfläche verwandeln.

Doch ein Fest wäre kein Fest ohne den Ruf der Tradition! Zu diesem Anlass werden die Düfte und Aromen der lokalen Küche die Sinne mit gastronomischen Spezialitäten verwöhnen, die die Geschichte und Seele der Region erzählen:

  • Die p’curedda, das berühmte Corleto-Brötchen mit zerbröselter süßer Wurst und Pecorino-Flocken, zubereitet mit Sauerteig und im Holzofen von Giovanni Demma gebacken.

  • Die unwiderstehlichen scrippedd’, goldbraun und knusprig auf dem Grill gebackene Krapfen.

  • Die Kartoffeln, langsam unter der Asche geröstet, mit einer weichen und samtigen Konsistenz im Inneren und einer zart geräucherten Schale, die ihren Geschmack tadellos hervorhebt.

  • Und schließlich die wahren Protagonisten des Festes: die Zeppole di San Giuseppe, erhältlich frittiert oder gebacken, groß oder klein, bereit, jeden Gaumen mit ihrer unverwechselbaren Süße zu erobern.

Eine wahre Reise durch die Geschmäcker vergangener Zeiten!

 

Zeitlose Verbindungen zwischen Fest und Tradition

Die Zeppola di San Giuseppe ist nicht nur ein Gebäck, sondern ein Symbol, das mit Erinnerung, Einheit und Hingabe durchdrungen ist. Sie birgt die Essenz einer Tradition, die Jahrhunderte überdauert hat, vom archaischen Ruf der römischen Lupercalien bis zu den Josephsfeuern, die noch heute die Plätze mit ihrer umhüllenden Wärme erleuchten.

Jede Zeppola ist eine Hommage an die Vaterfigur, ein Emblem des Schutzes, des Opfers und der Liebe, und repräsentiert den unsichtbaren Faden, der Vergangenheit und Gegenwart, Heiliges und Profanes verbindet.

Auf den von Flammen erhellten Plätzen, zwischen Lachen, Gesang und Tanz, versammeln sich die Familien, um die Zeppole zu genießen, die zum pulsierenden Herz des Festes werden. Eine aufrichtige und herzliche Geste, die auch heute noch die familiäre Bindung erneuert und den Charme einer zeitlosen Tradition bewahrt.

Der Zauber des Feuers, die Wärme der Tradition und der Geschmack des Teilens: „La Notte del Falò“ erwartet Sie mit seinen authentischen und unwiderstehlichen Aromen!
Siehe Plakat

Die Nacht des Feuers in Corleto Perticara

 

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